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Deutsches Spielkartenmuseum Leinfelden-Echterdingen

Deutsches Spielkartenmuseum Geschichte des Spielkartenmuseums
Der Ursprung des Deutschen-Spielkarten-Museums in Leinfelden-Echterdingen reicht bis in die 20er Jahre nach Altenburg/Thüringen zurück. Hier wurde 1923 das erste Spielkartenmuseum gegründet. Bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs konnten dort ca. 6.000 Kartenspiele aller Epochen und Länder, Fachliteratur, Druckformen, Werkzeuge sowie eine komplette historische Kartenmacherwerkstatt zusammengetragen werden.

 1945 wurde die Sammlung in die damalige UdSSR abtransportiert, die heute Gegenstand der schwierigen Verhandlungen mit der russischen Regierung um die Rückführung der als "Beutekunst" bezeichneten Kulturgüter nach Deutschland ist.

Der nach West-Deutschland übergesiedelte Teil der Firma ASS baute seine eigene Spielkartensammlung neu auf.

Im Jahr 1972 übernahm die Firma ASS das Deutsche Spielkartenmuseum e.V. Bielefeld. 10 Jahre später ging am 18. Oktober 1982 ging das kulturhistorisch wichtige Museum durch Ankauf in das Eigentum des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Leinfelden-Echterdingen über.

Spielkarten als Zeugnisse der Kulturgeschichte
Spielkarten sind ein Spiegel der Gesellschaft: Sie erzählen von Land und Leuten, von Literatur und Leben, von Militär und Mythologie, von Wünschen und Wissenschaft. Die Spielkarte als Sammelobjekt ist frei von Spielregelverpflichtungen. Jegliches modische oder tagespolitische Ereignis kann verwendet und abgebildet werden. Als Chronik der Gegenwart reproduziert sie alles, was unser modernes Leben in Kunst, Mode, Politik, Werbung und Unterhaltung prägt. Seit vielen Jahrhunderten gibt es in allen Orten der Erde Spielkarten.

Im Deutschen-Spielkarten-Museum Leinfelden-Echterdingen werden sie systematisch gesammelt, archiviert und erforscht. Die Sammlung umfaßt ungefähr 12.000 Kartenspiele mit über 400.000 Einzelkarten, eine Spezialbibliothek mit Archiv, eine Graphiksammlung sowie kunstgewerbliche Gegenstände, Kartenpressen, Druckstöcke, Gläser, Spieltische usw. Eine besondere Rarität ist die asiatisch-indische Spielkartensammlung, die weltweit am umfassendsten und schönsten ist.

In wechselnden Ausstellungen werden die Forschungsergebnisse zur Geschichte der Spielkarte, ihrer Spielregeln, ihrer Ikonographie und vieles mehr der Öffentlichkeit vermittelt.



Hotline

Museen & Galerien in der Region


Deutsches-Spielkarten-Museum
Schönbuchstraße 32
Postfach 100351
70747 Leinfelden-Echterdingen
Tel.: +49 (711) 75 60 - 120
Fax: +49 (711) 75 60 - 121
Öffnungszeiten
Do - Sa: 14 - 17 Uhr
So & Feiertag: 11 - 17 Uhr
Anfahrt
mit ÖPNV: S2, S3, U5 Leinfelden Bahnhof; 86 Schönbuchstraße; 35, 38 Spielkarten Museum
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