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Weißenhofsiedlung

Terrassenhaus von Peter Behrens in der Weißenhofsiedlung Die Weißenhofsiedlung - Ein Symbol des neuen Bauens

Die Weißenhofsiedlung in Stuttgart zählt zu den herausragenden Baudenkmälern der modernen Architektur in Europa.
Sie entstand 1927 als Mustersiedlung mit dem programmatischen Ziel, ein Modell für das zukünftige Wohnen des Großstadtmenschen zu schaffen. Den ersten Anstoß dazu gab der Deutsche Werkbund im Jahre 1925. Er konnte mit seinem Ausstellungsthema: "Die Wohnung" die Stadt Stuttgart gewinnen, im Rahmen ihres städtischen Wohnbauprogramms das Gelände am Südosthang des Killesbergs für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen.

Wohnen als Ausdruck neuer Lebensform

Unter der künstlerischen Leitung des Berliner Architekten Ludwig Mies van der Rohe wurden namhafte Vertreter der europäischen Architektur-Avantgarde eingeladen, sich an der Planung dieser Mustersiedlung zu beteiligen. Aufgabe war es, "Wohnhäuser" für Familien in kleinen und mittleren Verhältnissen zu entwerfen, für die in Stuttgart der größte Wohnungsbedarf bestand.
16 Architekten aus 5 europäischen Ländern realisierten daraufhin am Weißenhof ihre Vorstellungen vom Wohnen der Zukunft.

Zeugnis einer revolutionären architektonischen Konzeption

Entsprechend der allgemeinen Neuorientierung in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kunst nach dem Ersten Weltkrieg sollten auch für das Wohnen moderne Gestaltungsprinzipien erarbeitet werden, die den technischen, hygienischen und ästhetischen Forderungen der neuen Zeit entsprechen sollten.
Mies van der Rohe sah seine Aufgabe darin, für die Weißenhofsiedlung ein Gesamtkonzept zu schaffen, innerhalb dessen die Architekten ihre Bau- und Wohnvorstellungen frei verwirklichen konnten. Zum Beispiel entwarf Peter Behrens aus Berlin ein begrüntes Terrassenhaus, Le Corbusier und Pierre Jeanneret aus Paris experimentierten mit freien Grundrissen und Fassadengestaltungen und Walter Gropius aus Dessau konzipierte zwei Einfamilienhäuser, an denen neue Möglichkeiten des industriell vorgefertigten Montagebaus erprobt werden sollten.
Es entstand eine Siedlung aus Gebäuden mit flachen Dächern und überwiegend weißen Wänden, die in Form und Technik, Gestaltung und Ausführung Zeugnis einer damals revolutionären architektonischen Konzeption ist.



Hotline

Stuttgarter Gesellschaft für Kunst und Denkmalpflege
Schenkendorfstraße 6
70193 Stuttgart
Tel.: +49 (711) 85 46 41
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Weissenhof-Museum
Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier
Rathenaustr. 1
70191 Stuttgart
Tel.: 0711-2579187
info@weissenhofmuseum.de
www.weissenhofmuseum.de

OFFENE FÜHRUNGEN
Di - Fr: 15 Uhr,
Sa, So und Feiertag: 11 und 15 Uhr
Bei den offenen Führungen ist keine Anmeldung erforderlich.

GEBUCHTE FÜHRUNGEN
Bei einer gebuchten Führung lässt sich der Termin frei vereinbaren.
Bitte melden Sie die gebuchten Führungen telefonisch an: +49 (0)711-2579187

Maximale Gruppengröße: 20 Personen (parallele Führungen sind möglich).
Sprachen: deutsch, englisch, französisch, spanisch, italienisch, russisch, chinesisch.

Kleine Führung (45 Minuten)
Einführung Weissenhofsiedlung und Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier.
Große Führung (90 Minuten)
Einführung Weissenhofsiedlung, Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier und Rundgang durch die Weissenhofsiedlung.
Weissenhof Maxi (120 Minuten)
Einführung und Rundgang Weissenhofsiedlung.
Weissenhof + Kochenhof (120 Minuten)
Einführung und Rundgang Weissenhof- und Kochenhofsiedlung.

Preise siehe Internetseite



Die Weissenhofsiedlung im Ton
Einfamilienhaus von Hans Scharoun

Broschürenbestellung Ein Streifzug durch die Architekturgeschichte der Stadt Stuttgart
Format: 10,5 x 21 cm, 152 Seiten
Schutzgebühr Euro 1,50


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