Das Kloster Maulbronn, 1147 gegründet, ist ein eindrucksvolles Dokument der Zisterzienserkultur und die besterhaltene Klosteranlage nördlich der Alpen. Im Mittelalter war es ein bedeutendes politisches, wirtschaftliches und gesellschaftliches Zentrum. Nach Einführung der Reformation wurde das Kloster in eine evangelische Klosterschule umgewandelt (1556). Das 1807 gegründete evangelisch-theologische Seminar besteht bis heute.
Seit 1993 ist das Kloster Maulbronn als UNESCO-Weltkulturdenkmal in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Eine spannende und informative Ergänzung Ihres Besuches in Maulbronn bieten die drei Klostermuseen innerhalb der Klostermauern.
Infozentrum und Kasse in der Küferei Das Gebäude der Küferei schließt westlich an den Fruchtkasten an und ist mit der Wehrmauer verbunden. Es befand sich kurz vor 1400 im Bau und barg zunächst möglicherweise das Bursarium, also die Klosterverwaltung.
Heute ist in der Küferei das Infozentrum mit Klosterkasse und Shop untergebracht. Im Erdgeschoss zu sehen ist ein großes Klostermodell, Ausgangspunkt für alle Klosterführungen. Im Obergeschoss erhalten die Besucher Informationen über Maulbronn in der nachklösterlichen Zeit: über die Reformation des Klosters, über die Maulbronner Klosterschule und über berühmte Maulbronner Köpfe. Thematischer Neuzugang ist hier ein Raum über die zisterziensische Kulturlandschaft.
Klostermuseum im Frühmesserhaus Das Frühmesserhaus ist ein zweigeschossiger frühgotischer Repräsentationsbau mit großem Kamin. Heute ist hier das Klostermuseum untergebracht mit der Stiftungstafel aus der Zeit um 1450 sowie Informationen zu den Zisterziensern und ihrem Kloster. Besucher können sich informieren über Maulbronn als Zisterzienserkloster, über das mittelalterliche Klosterleben und über die Wirtschaftsstrukturen der Zisterzienser.
Tipp: Um die Klostergeschichte in der richtigen Reihenfolge zu erleben, lohnt es sich, zuerst das Klostermuseum im Frühmesserhaus anzuschauen und sich dann in der Küferei über die Maulbronner Klosterschule zu informieren.
Das Lapidarium im Cellarium Das Cellarium, der klösterliche Vorratskeller, grenzt direkt an die Klosterkirche: eine zweischiffige, gewölbte Halle tief im Boden eingelassen.
Hier ist seit 1997 das Maulbronner Lapidarium, eine Sammlung von Steinen und Bauteilen aus Maulbronn, zu sehen: Anhand von Steinmetzarbeiten, Werkzeugen und Erläuterungen zum mittelalterlichen Baubetrieb erhält man einen Einblick in die Baugeschichte Maulbronns.
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