Die Oper Stuttgart zählt zu den bedeutendsten europäischen Opernhäusern und ist zugleich Teil des größten Mehrspartenhauses Europas.
Die Württembergischen Staatstheater bestehen aus der Oper Stuttgart, dem Schauspiel Stuttgart sowie dem Stuttgarter Ballett und werden seit 1994 erfolgreich in einem deutschlandweit einzigartigen Leitungsmodell geführt: Alle drei Sparten arbeiten künstlerisch und wirtschaftlich autonom unter Leitung ihrer jeweiligen Intendanten – Jossi Wieler für die Oper, Reid Anderson für das Ballett und Hasko Weber für das Schauspiel – , während die Geschäftsführung des gemeinschaftlichen Gesamtbetriebs in den Händen des Geschäftsführenden Intendanten Marc-Oliver Hendriks liegt.
Die Oper Stuttgart setzt bis heute immer wieder wichtige Impulse für das Musiktheater der Gegenwart und gilt als eines der führenden Häuser weltweit. Ganz bewusst wird in diesem Haus das Ensembletheater gepflegt.
Insgesamt rund 230.000 Besucher zählt allein die Oper in der Saison, das Opernhaus verfügt über 1404 Plätze. Weitere Spielstätte mit 200 Plätzen ist das Kammertheater in der Neuen Staatsgalerie. Insgesamt wurde die Oper Stuttgart sechs Mal zum „Opernhaus des Jahres“ gewählt. Der Staatsopernchor zählt zu den besten Chören des europäischen Musiktheaters und wurde bereits acht Mal mit dem Titel „Opernchor des Jahres“ ausgezeichnet. Auch das Staatsorchester Stuttgart wurde bereits zum „Orchester des Jahres“ gewählt.
Mit dem „Neuen Lusthaus“ als Bühne des Württembergischen Hofes reicht die Geschichte der Oper in Stuttgart bis in das 17. Jahrhundert zurück. Der Renaissancebau am Schlossplatz, im Laufe der Zeit mehrfach als Theater modernisiert, wurde 1902 bei einem Brand zerstört. Allein eine Freitreppe blieb erhalten, die heute im Mittleren Schlossgarten zu sehen ist. Die neuen Königlichen Hoftheater wurden 1909 bis 1912 von dem Münchner Architekten Max Littmann als Doppeltheater mit Opern- und Schauspielhaus neu erbaut. Eine der ersten Aufführungen, die nach der Einweihung stattfand, war die Uraufführung von Richard Strauss' Ariadne auf Naxos, dirigiert vom Komponisten selbst. Nach dem zweiten Weltkrieg blieb nur das mit klassizistischen Säulen geschmückte Große Haus für die Oper Stuttgart und das Stuttgarter Ballett erhalten.
Erstaufführungen von Händels Rodelinde, Hindemiths Mathis der Maler oder die erste deutschsprachige Falstaff-Inszenierung folgten. Uraufgeführt wurde Oskar Schlemmers Triadisches Ballett. Die Erst- und Uraufführungstradition mit Werken von Hindemith, Orff, Penderecki, Glass, Zender, Riehm, Hölszky und Thomalla wurde und wird bis heute fortgesetzt. Eine DVD-Reihe dokumentiert den vielbeachteten Ring des Nibelungen von 1999 bis 2000. Namhafte Kapellmeister waren in Stuttgart tätig wie der italienische Komponist Niccolò Jommelli, der für die Stuttgarter Oper 20 Opern schrieb, außerdem Rudolf Zumsteeg, Johann Nepomuk Hummel, Peter von Lindpaintner und Carl Maria von Weber, in neuerer Zeit Carlos Kleiber, Vaclav Neumann, Silvio Varviso sowie Riccardo Chailly. In den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts avancierte die Oper zum „Winterbayreuth“, geprägt durch Regisseure wie Günther Rennert und Wieland Wagner. Nach dem 2. Weltkrieg leitete Walter Erich Schäfer als Generalintendant die Theater bis 1972. Auf den plötzlichen Tod des Operndirektors Wolfgang Windgassen folgte zuerst Wolfram Schwinger und schließlich von 1992 bis 2006 Klaus Zehelein. Albrecht Puhlmann hatte die Intendanz von 2006 bis 2010 inne. Mit Beginn der Spielzeit 2011/12 ist Jossi Wieler Intendant der Oper Stuttgart.
Die Junge Oper der Oper Stuttgart bietet jährlich zwei bis drei eigene Opernproduktionen für junges Publikum im Kammertheater an. Das Staatsorchester Stuttgart gestaltet pro Saison sieben Sinfonie- sowie sieben Kammerkonzerte in der Liederhalle, oft mit hochrangigen Solisten und Gästen. Außerdem gibt es eine Liedreihe mit mehreren Liedmatineen und Liederabenden.
Öffnungszeiten der Theaterkasse (Königstr. 1B – Theaterpassage)
Montag bis Freitag: 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Samstag: 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr
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Kinder willkommen: Je gebuchtem EZ bzw. eines Erwachsenen fährt ein Kind bis zu 14 Jahren unentgeltlich mit. Je DZ bzw. zwei Erwachsenen können zwei Kinder bis 14 Jahre ebenfalls ohne Aufpreis den ÖPNV nutzen.
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