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4. Das Stuttgarter „Bodagfährtle“

Schwaben reden vom »Bodagfährtle«, um den Anhauch von Boden im Wein zu beschreiben. Neuerdings wird der Begriff »Terroir« für ausdrucksstarke Weine verwendet. Er umfasst Geologie und Geographie, regionale Besonderheiten, natürliche Wachstums- und Reifeprozesse, Rebsorte, Kleinklima und Sonneneinstrahlung, die den Wein beeinflussen. Wissenschaftler weisen darauf hin, dass für die Pflanzenphysiologie wichtige Bedingungen wie Wasserversorgung, Mineral- und Stickstoffgehalt sowie Jahrgangswitterung ebenso in den Traubenaromen und Bukettstoffen zum Ausdruck kommen, wie die menschlich beeinflussten Faktoren Lesetermin, Bodenbearbeitung, Düngung oder
die Kunst des Weingärtners beim Ausbau der Weine. Die Charakteristik der Böden schlägt sich im Wein insbesondere in Verbindung mit den jeweiligen klimatischen Bedingungen nieder: Rund ums sonnenverwöhnte Stuttgart gedeihen vorwiegend auf Muschelkalk- und Keuperverwitterungsböden fruchtige Trollinger, elegante Spätburgunder, spritzige Rieslinge oder aromatische Kerner.