Corona-Hinweis:

In Baden-Württemberg gilt seit 16.09.2021 ein dreistufiges Corona-Warnsystem für alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen, in der Gastronomie sowie für Veranstaltungen. 

Bitte weisen Sie vor Ort in schriftlicher oder digitaler Form nach, dass Sie vollständig geimpft oder genesen oder negativ getestet (Antigen-Schnelltest, für Clubs und Discotheken: negativer PCR-Test) sind.

Falls die Alarmstufe erreicht wird, tritt die 2G-Regelung in Kraft: Dann ist der Besuch der genannten Einrichtungen nur mit Nachweis der vollständigen Impfung bzw. Genesung erlaubt. Die Alarmstufe gilt, sobald an fünf Werktagen in Folge die Hospitalisierungsinzidenz >= 12,0 bzw. die Auslastung der Intensivbetten in Baden-Württemberg >= 390 ist.  

Eine Übersicht über alle Corona-Testzentren in Stuttgart finden Sie hier.

Ölmühle Jäger in Marbach am Neckar

Mit drei Ölmühlen hatte dieses Handwerk in Marbach am Neckar um die Jahrhundertwende einen Schwerpunkt gebildet. 1906 richtete der Ölmüller Friedrich Jäger in seinem Wohnhaus (von 1706) die erste elektrische Ölmühle der Region ein - heute eine Sehenswürdigkeit.

Dass er nebenbei seine eigene Landwirtschaft betrieb, war typisch für die Situation der selbstständigen Handwerker jener Epoche. Hier wurden unter anderem Raps, Mohn und Bucheckern zu Speiseöl verarbeitet: 5 Pfund Mohn oder 8 Pfund Bucheckern ergaben jeweils einen Liter Öl. Der Import von ausländischen und industriell gefertigten Ölen machte den Ölmüllern immer mehr zu schaffen, so dass auch diese Mühle in den frühen siebziger Jahren stillgelegt werden mußte.

1993/94 wurde sie als technisches Kulturdenkmal restauriert und öffentlich zugänglich gemacht. Sie ist heute die einzige historische und noch funktionstüchtige Ölmühle in der Region.

Alle ihre Maschinen liefen über eine klassische Transmissionsanlage. Wenn Friedrich Jäger sie morgens anwarf, entzog er der ganzen Nachbarschaft für kurze Zeit den Strom.

Der gesamte Produktionsprozess kann heute in der alten Mühle besichtigt werden: zuerst wog der Ölmüller die Ölsaat, dann wurde sie gebrochen, erhitzt und in Bottichen zwischen Rosshaardeckeln gepreßt. Die entstandenen Pressrückstände konnten entweder an das Vieh verfüttert (sogenannter "Ölkuchen") oder weiterverarbeitet werden.

In der Mühle erhält der Besucher auch Informationen über die Geschichte des Gewerbes.

Öffnungszeiten

Letzter Sonntag im Monat:
14:00 Uhr - 17:00 Uhr

Lage & Kontakt

Ölmühle Jäger
Obere Holdergasse 2
71672 Marbach am Neckar

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