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Chris Minh Dokys New Nordic Jazz Trio – „Transparency“

Datum:
20. Dezember 2018
Preis:ab 14,00

Das Trio New Nordic Jazz entstand aus Chris Minh Dokys Wunsch heraus, zu beschreiben, was es heißt, Nordisch und nicht zuletzt Dänisch zu sein.

 

Abgesehen von denen, die Chris Minh Doky persönlich kennen, gab es viele Jahre lang die allgemeine Vorstellung, dass er Amerikaner sei. Dies ist vielleicht gar nicht so unverständlich, da Chris im Alter von 18 Jahren nach New York gezogen ist und die Stadt mehr als 20 Jahre lang zu seinem Zuhause gemacht hat. In New York und den Vereinigten Staaten wurde er entdeckt. Zuerst als Sideman bei amerikanischen Musikern, seither als Solist mit eigenen Alben und Orchestern. Dass man Chris als Amerikaner bezeichnete, machte ihm am Anfang nichts aus. Seine meine Welt war Musik und er war damit beschäftigt, zu absorbieren, zu lernen und nicht zuletzt zu versuchen, den vielen Künstlern zu folgen, die ihm das Vertrauen, das Geschenk und das Vermächtnis gaben, mit ihnen zu spielen.

 

Als Chris Minh Doky älter wurde, begann es in ihm zu rumoren, wenn er als „the American bassist“ bezeichnet wurde. Chris ist stolz auf alles, wofür Amerika ihn bereichert hat, aber Dänisch zu sein war und ist ein grundlegender und wichtiger Teil von ihm und nicht zuletzt der Grund, warum er seinem Instrument zuhört. Er fing an, Menschen in ihrer Annahme zu korrigieren und erzählte, dass er in Dänemark tatsächlich geboren und aufgewachsen ist. Nicht alle kannten sein kleines Land. Michael Brecker war einer der Wenigen seines Umfelds, der begriff, dass Menschen die aus dieser Region kommen, eine ganz eigene Musikalität mitbringen. Er kam zu Chris, stellte sich hinter ihn und flüsterte ihm z. B. vor seinem Solo bei dem Song “The Cost of Living“ zu: "Spiel das dänische Zeug für mich, Mingish".

 

Der Wunsch und das Bedürfnis, von Dänemark zu erzählen, wuchs stetig. Und das stellte auch eine besondere Frage, wie Chris sie sich immer (und immer noch) gestellt hat: Was bedeutet es, Dänisch und aus den nordischen Ländern zu sein? Je mehr er über die Kultur, das Licht, die Lieder, den Regen, das Essen, das Wasser usw. sprach, desto mehr hörte er sich an wie ein kommerzieller Vertreter des dänischen Tourismusverbandes und man begriff wenig von dem, was er eigentlich offenlegen wollte. Wie immer inspirierte ihn Miles Davis zu dem nächsten Schritt. David sagte einmal: „If you can say it with words, there’s no need to play it.“ Ergo musste Musik geschrieben werden. Musik, die beschreibt, was es für Chris bedeutet, Dänisch und aus den nordischen Ländern zu stammen.

 

Aber was bedeutet es denn – und was nicht? Chris hatte keinen Zweifel, dass die Musik akustisch sein sollte und dass, wie alles, was er tut, es ein Ort sein sollte, an dem sich der Jazzgeist frei bewegen kann. Obwohl Amerika seine zweite Heimat ist, ist Dänemark der Ort, an dem Chris geboren wurde und wo er verwurzelt ist. Ein musikalisches Haus sollte auf dem dänischen Boden gebaut werden, von wo Chris' Welt ausgeht. Soviel er Swing und Harmonien aus dem “American Song Book“ liebt, ist es aus seiner Sicht das Ergebnis einer Kultur, eines Lebensgefühls, das im Wesentlichen in New York City entstand, einer Großstadt mit einem ganz besonderen Lebensstil. Aber es hat nichts zu tun mit seiner Kindheit in Nørrebro, mit einem dänischen Feld, einem Volkslied oder der Morgensonne an einem Sommertag, während Chris mit dem Fahrrad über die Queen Louise Bridge fährt. Das Dogma musste also lauten: kein Swing, keine Harmonien aus dem amerikanischen Songbook.

 

Zu keiner Zeit bezweifelte Chris, dass genau Peter Rosendal und Jonas Johansen die Traummusiker waren, die ihm am besten helfen konnten, diese Bilder zu malen. Ihre enorme Musikalität, ihr starker Jazzgeist und ihr ganz eigener Klang und ihre Identität waren bei dieser Mission unverzichtbar. Dass sie Ja gesagt haben, um mit Chris aufzunehmen und zu spielen, dafür wird er ihnen immer zutiefst dankbar sein. Was eigentlich eine Studioaufnahme für den Eigengebrauch hätte sein sollen, ist nun seit drei Jahren ein solides Trio mit vielen Konzerten und zwei veröffentlichten Alben; das erste „New Nordic Jazz“ und nun die brandneue Platte „Transparency“.

 

Musik zu spielen ist nicht nur eine Arbeit für das New Nordic Jazz Trio. All die Stunden, die erarbeitet, vorbereitet, bearbeitet und entwickelt werden, sind eine Aufgabe, die niemals erledigt ist. Musiker verbringen die meiste Zeit ihres Lebens damit, die bestmögliche Grundlage für das zu schaffen, worum es geht: den Augenblick, in dem man die Musik loslässt. In diesem Moment kann die Musik nicht mehr kontrolliert oder vorbestimmt werden. Da kann man nur hoffen, dass man es geschafft hat, der Musik starke Flügel zu geben. Und dort, wo die Musik quasi sie selbst ist, ist der Ort, an dem Improvisation/ der Geist des Jazz frei schweben kann und uns mit Entdeckungen überrascht, von denen wir nicht wussten, dass wir sie suchen.

Chris Minh Doky und das New Nordic Jazz Tiro haben alles getan, um den Jazz-Spirit auf ihrem aktuellen Album „Transparency“ bestmöglich zu verbreiten.

 

 

Peter Rosendal (Pianist, Komponist und Orchesterleiter)

Peter Rosendal wurde in Silkeborg geboren und wuchs dort auch auf. Im Jahr 2001 absolvierte er aus Vestjysk Konservatorium und 2006 das Konservatorium in Kopenhagen. Mit seinem offensichtlichen Talent
und seiner einzigartigen und auch äußert humorvollen Herangehensweise an das Klavier, hat Peter Rosendal eine wohlverdiente Karriere hinter sich. Ihm wurden mehrere Preise verliehen. Unter anderem der Preis "Danish Jazz Release des Jahres" bei Danisch Music Awards, "Der Preis des Komponisten" bei DJBFA und das Musikstipendium Léonie Sonnings. Die Musik Peter Rosendals wird oft als unkonventionell, melodisch und als etwas, das sowohl im Kopf als auch im Herzen mit direkter Klarheit auffällt beschrieben. Viele nennen ihn den Quentin Tarantino des Jazzs. Er ist einer der einzigartigsten und persönlichsten Pianisten, die wir haben. Peter Rosendal hat 11 Soloalben veröffentlicht, die große Anerkennung gefunden haben. Spätestens Ole Man's Kitchen – Love for Snails.

 

Jonas Johansen (Schlagzeuger, Komponist und Orchesterleiter)

Jonas Johansen liebt Musik und Rhythmen aus aller Welt. Ob aus Nord / Mittel / Südamerika, Spanien, Indien, Afrika, Türkei, Balkan, der Norden und insbesondere Dänemark. Jonas Johansen ist wahrscheinlich der begehrteste dänische Schlagzeuger seit Alex Riel, was seine Liste von Orchestern und Solisten, mit denen er gespielt hat, bezeugt. Viele haben ihn als reguläres Mitglied der DR Big Band (1990-1999), des NHØP-Trios (1996-2005) und hinter Stars wie Eliane Elias, John Scofield, Joe Henderson, Egberto Gismonti, McCoy Tyner und anderen gesehen und gehört. Jonas Johansen ist auch sehr aktiv mit seinen Orchestern: Move und CharmCatcher sowie das Blanco y Negro Orchester, Tin Pan Aliens mit Steve Swallow. Jonas Johansen hat zu mehr als 175 Alben beigetragen, wovon 13 unter seinem eigenen Namen sind.

 

Chris Minh Doky (Bassist, Komponist, Orchesterleiter, Autor)

Chris Minh Doky wurde in Kopenhagen geboren und wuchs dort auf, wo er wusste, dass er den medizinischen Fußstapfen seines Vaters folgen sollte. Trotz seiner lupenreinen Ambition zog die Musik mehr an ihm. Zuerst das klassische Klavier und später das Schlagzeug in Tivoligarden. Als Teenager entdeckte er den Bass. Kurz darauf die Musik von Miles Davis. Beides zusammen führte dazu, dass sich der Teenager dem Jazz förmlich ergeben musste.

Als Gymnasiast und fest angestellter Bassist im Kopenhagener Jazzclub La Fontaine machte sich der junge Bassist bereit, nach New York zu ziehen, nur um näher an der Musik zu sein, die er liebte. Ohne Plan, ohne Ziel und ohne Geld, ließ sich der 18-Jährige im Big Apple nieder. Das Geld und die Mahlzeiten waren bescheiden, aber da war die Liebe zur Musik, der Stadt und der Freunde. Doky spielte in kleinen Clubs, Straßen und Gassen. Ohne es zu wissen, verbreitete sich die Flüsterpropaganda über den jungen autodidaktischen Bassisten. Im Alter von 21 Jahren wurde er dann von Mike Stern entdeckt, der ihn unter seine Fittiche nahm. Anschließend luden mehrere von Chris Minh Dokys Helden den jungen Bassisten ein. Nach einigen Jahren als Bassist bei den großen Legenden innerhalb und außerhalb des Jazz folgten eigene Plattenverträge, Sponsorenverträge und Orchester.

Chris Minh Doky ist heute ein aktiver Solist in der internationalen Jazzszene, wo er durch seinen Sound auch in der klassischen Welt und in der Pop-Welt regelmäßig zum Gastsolisten wird. Dieses unmittelbare Paradox beschreibt sich selbst mit seiner Herangehensweise an jede Musik. Ob es sich um klassische Kompositionsmusik, Jazz oder Funk handelt, im Kern enthält seine Musik immer den Jazz-Spirit. 2010 wurde er für seine Arbeit zum Ritter von Dannebrog ernannt.
Ob mit dem New Nordic Jazz Trio, der Elektroband The Electric Nomads oder als Solist mit Symphonieorchestern, Chören oder Ballettkompanien, gibt es immer Wege für Chris Minh Doky, mit Bass als Soloinstrument, sein Herz, seine Seele und seine Geschichte auszudrücken.
Chris Minh Doky trägt zu mehr als 400 Alben bei, wovon 15 in seinem eigenen Namen sind. Zuletzt mit dem Album "Transparency" mit dem Trio New Nordic Jazz.

 

 

 

Besetzung: Peter Rosendal (p); Chris Minh Doky (b); Jonas Johansen (dr)

 

 

Mehr Infos unter: https://www.doky.com/

Veranstaltungsort

BIX Jazzclub
Leonhardsplatz 28
70182 Stuttgart

Telefon: 0711 238 40 997

www.bix-stuttgart.de

Kontakt

BIX Jazzclub
Leonhardsplatz 28
70182 Stuttgart

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www.bix-stuttgart.de

Preise & Termine

ab 14,00


Tickets im VVK:
Sitzplatz 24,00 € (Ermäßigt 22,00 €)
Stehplatz 14,00 € (Ermäßigt 12,00 €)

Tickets an der Abendkasse: Jeweils zzgl. 2 Euro
 

  • 20.12.2018 (20:30 Uhr)