• Dieter Hacker: Multipliziertes Objekt, © Foto: Frank Kleinbach, © Dieter Hacker
    Dieter Hacker: Multipliziertes Objekt, © Foto: Frank Kleinbach, © Dieter Hacker
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(un)erwartet. Die Kunst des Zufalls

Datum:
19. Februar 2017
Preis: 11,00 Ticket buchen

Der Zufall entzieht sich jeder Festlegung – und doch nutzt die Kunst den kalkulierten Zufall als gestaltende Kraft. In den vergangenen hundert Jahren haben Künstlerinnen und Künstler Methoden und Verfahren entwickelt, um Zufallsprozesse unter definierten Bedingungen auszulösen. Anhand von rund 120 Werken zeigt die Sonderausstellung, wie experimentell und systematisch Künstlerinnen und Künstler mit dem Zufall umgegangen sind.

Hans Arp und die Surrealisten waren die ersten, die um 1920 das schöpferische Potenzial des Zufalls erkannten. Max Ernst provozierte mit seinen Frottagen das Unvorhersehbare. Dafür legte er etwa Blätter oder Holz unter Zeichenpapier und rieb sie mit Bleistift durch. Die so entstandenen Strukturen ergänzte er zu fantastischen Bildern.
In den 1960er-Jahren hielt der Zufall Einzug in die Konkrete Kunst. Rune Mields und Vera Molnár interessierten sich für den mathematischen Aspekt des Zufalls. In seinen Collagen ordnete herman de vries Papierstreifen nach Zufallstabellenzahlen an, wie sie bei biologischen Feldexperimenten verwendet werden. Und Peter Lacroix erwürfelte Kompositionen.

In der Gegenwartskunst ist Zufall ebenfalls ein Thema. Timm Ulrichs Bodenobjekt »Casual : Causal« (1983) und Patrycja Germans performative Installation »Kartenlegen« (2010 – 2016) setzen bei der Frage an, was der Zufall für den Menschen in Entscheidungssituationen bedeutet. Christian Jankowski hat den Fokus auf sich gerichtet: Seine Videoarbeit »Telemistica« (1999) versammelt Antworten italienischer Astrologen auf seine Frage, ob ihm eine Zukunft als bekannter Künstler bevorstehe.

Die Ausstellung lädt nicht nur zum Betrachten ein, sondern auch zum Ausprobieren. Im eigens für Ausstellung entwickelten »VersuchsLabor« sind Besucherinnen und Besucher jeden Alters sowie Schulklassen eingeladen, zum Thema Zufall zu experimentieren und zu forschen.

Gekaufte Karten gelten an einem beliebigen Tag der Sonderausstellung vom 24.09.2016 - 19.02.2017, inklusive Eintritt in die Sammlung.

Veranstaltungsort

Kunstmuseum Stuttgart
Kleiner Schlossplatz 1
70173 Stuttgart

Telefon: +49 (0)711 216 196 00
Fax: +49 (0)711 216 196 15

www.kunstmuseum-stuttgart.de

Veranstalter

Kunstmuseum Stuttgart
Kleiner Schlossplatz 1
70173 Stuttgart

Telefon: +49 (0)711 216 196 00
Fax: +49 (0)711 216 196 15

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Preise & Termine

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Lage & Anreise

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