hora caecilia: Brenzhaus Orchester spielt Mendelssohn und Schubert
- Location:
- Kath. Liebfrauenkirche, Wildunger Straße 55, 70372 Stuttgart
- Datum:
- 26. April 2026, 19:00 Uhr
Das renommierte Brenzhaus Orchester unter der Leitung von Christopher Jöckel gastiert in Liebfrauen. Im Rahmen der Konzertreihe hora caecilia bietet es einen faszinierenden Einblick in die Gefühlswelt der Romantik.
Es erklingen die „Italienischen Sinfonie“ von Felix Mendelssohn Bartholdy und das Cellokonzert in a-Moll von Robert Schumann. Mit diesen beiden Werken beweist das Ensemble dreierlei: seine hohe musikalische Qualität, die Tatsache, dass existentielle Themen nicht nur in Oratorien ihren Platz finden, und die unterschiedliche Herangehensweise der beiden Komponisten. Beide beleuchten die Motive der Schöpfung und der Liebe, doch aus radikal unterschiedlichen Blickwinkeln. Auf der einen Seite feiert Mendelssohn in seiner Sinfonie die göttliche Schöpfung und die Schönheit der Natur mit heller, vitaler Musik und heiteren Tönen. Besonders der langsame Satz, oft als Pilgerprozession gedeutet, verleiht der Sinfonie eine spirituelle Tiefe.
Schumanns musikalische Liebeserklärung an seine Frau
Robert Schumann dagegen widmet sich in seinem Cellokonzert der menschlichen Liebe. Das Cello übernimmt dabei die Rolle der menschlichen Stimme. Sie legt ein tiefes, seelisches Bekenntnis zu einer heilen Welt ab, in der die Liebe zur Vollendung der Schöpfung wird. Musikhistoriker interpretieren dieses Werk oft als eine Liebeserklärung Schumanns an seine Frau Clara. Beide Meisterwerke lassen uns verstehen, wie die Romantik das Göttliche in der Natur und im menschlichen Herzen betrachte.
Hintergrund: Das Brenzhaus Orchester
Das 1894 gegründete Stuttgarter Orchester ist eines der ältesten der Stadt mit 45 Musikern in voller Streicher- und Bläserbesetzung. Das Repertoire umfasst Werke vom Barock bis zur Moderne.
