Keine Nacht so dunkel. Die ungewöhnliche Geschichte der Familie Wels, die vergessen werden sollte
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- Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg, Schloßstraße 92, 70176 Stuttgart
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In einem dunklen Schrank verbirgt Tomáš Wels, Sohn des in den 1920er-Jahren erfolgreichen Architekten Rudolf Wels, eine Kiste gefüllt mit Aufzeichnungen. Nach seinem Tod finden seine Nachfahren in dem »Schwarzen Elefanten« die Chronik einer jüdischen Familie, die nach Willen der Nazis vergessen werden sollte.
Manchmal schmerzen Familiengeschichten so sehr, dass man sie nicht erzählen kann. In einem mächtigen, dunklen Schrank verbirgt Tomáš Wels, Sohn des in den 1920er-Jahren erfolgreichen Architekten Rudolf Wels, eine große Kiste gefüllt mit Aufzeichnungen, Briefen, Erinnerungen. Alle Verwandten wissen von dem »Schwarzen Elefanten«, niemand kennt den Inhalt der Kiste. Als die Nachfahren sie öffnen, stoßen sie auf die Alltagschronik einer »ganz normalen« Familie. Sie ist zugleich eine außergewöhnliche Geschichte von Mut und Vertrauen, von Flucht und Ermordung. Sie umfasst die Leben mehrerer Generationen, beginnt im 19. Jahrhundert im dörflichen Westböhmen und führt über Wien und Karlovy Vary/Karlsbad nach Prag, nach Theresienstadt und Auschwitz, schließlich nach Oxford. Es ist die Geschichte der jüdischen Familie Wels, einer »Familie, wie sie sein soll«, die nach dem Willen der Nazis vergessen werden sollte. Sie wird nicht vergessen – dank des »Schwarzen Elefanten«.
Das HdH BW zeigt eine Ausstellung der tschechischen Organisation Post Bellum mit zahlreichen Reproduktionen aus dem Familienarchiv Wels und weiteren Quellen. Sie ergeben eine anschauliche Chronik mitteleuropäischer Geschichte.
