Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit in Stuttgart 1939-1945
- Location:
- Stadtarchiv Stuttgart, Bellingweg 21, 70372 Stuttgart
- Datum:
- 24. Juni 2026, 19:00 Uhr
Buchvorstellung und Gespräch mit Autor Dr. Kevin Schmidt und Prof. Dr. Frank Engehausen, Moderation: Dr. Günter Riederer (Stadtarchiv Stuttgart) Grußwort: Marc Gegenfurtner, Leiter des Kulturamts der Stadt Stuttgart
Zwischen 1939 und 1945 prägten Zwangsarbeit und Ausbeutung den Alltag der Stuttgarter Kriegswirtschaft. Zehntausende Männer und Frauen aus dem nationalsozialistisch besetzten Europa mussten unter oft unmenschlichen Bedingungen für die Fabriken, Behörden und Bürger der schwäbischen Industrie- und heutigen Landeshauptstadt arbeiten.
Kevin Schmidt hat in seiner Dissertation erstmals umfassend die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Stuttgart untersucht. Die Studie liegt jetzt als Buch vor und wird an diesem Abend der Öffentlichkeit vorgestellt. Gezeigt werden an diesem Abend Ausschnitte aus der Stuttgarter Kriegsfilmchronik, die sich mit der Zwangsarbeit beschäftigen.
Kevin Schmidt studierte Geschichte und Philosophie an der Ruprechts-Karl-Universität Heidelberg und ist derzeit Studienrefendar am Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Heidelberg – Abteilung Gymnasium.
Frank Engehausen vertritt an der Universität Heidelberg den Arbeitsbereich „Südwestdeutsche Landesgeschichte des 20. Jahrhunderts“. Er hat sich u.a. als Koordinator des von der Landesregierung initiierten und von einem Forschungsverbund durchgeführten Forschungsprojekts „Geschichte der Landesministerien in Baden und Württemberg in der NS-Zeit“ intensiv mit der Rolle der öffentlichen Verwaltung in der NS-Zeit befasst. Seit kurzem arbeitet er an dem Projekt zur „Erinnerung an NS-Unrecht in Heidelberg“ mit, das Initiativen, Stadt und Wissenschaft zusammenbringt. Als Mitglied der Heidelberger Kommission für Straßenbenennungen ist er zudem mit erinnerungspolitischen und -kulturellen Fragen vertraut.
