Schlamassel - Aktuelle jüdische Perspektiven / Geschichte des Höhenpark Killesberg
- Location:
- Höhenpark Killesberg, Am Kochenhof, 70192 Stuttgart
- Datum:
- 11. Juni 2026, 20:00 Uhr
- Preis:
- ab € 8,00
Die Performance Schlamassel bringt aktuelle jüdische Stimmen in den öffentlichen Raum auf einem Sprech-/Musikrundgang durch den Höhenpark Killesberg – einen Ort zwischen Idyll und NS-Geschichte.
Der Höhenpark Killesberg wurde 1937-39 auch mit jüdischer Zwangsarbeit angelegt und war 1941/42 Ausgangspunkt der Deportation von über 2.600 Jüdinnen und Juden.
Heute erinnern Mahnmale daran – mitten im Freizeitbetrieb. Die Mahnmale stehen zahlreichen Kunstwerken im Höhenpark gegenüber – ohne Kontext zu ihren NS-belasteten Urhebern. Der Killesberg zeigt exemplarisch die Widersprüchlichkeit deutscher Erinnerungskultur: zwischen Aufarbeitung, Verdrängung und dem Wunsch nach Idylle. Hier trifft sich ganz Stuttgart zum Spazieren, Entspannen und Verweilen – und doch soll auch an die Shoa erinnert werden.
Die Performance Schlamassel konfrontiert dieses Spannungsfeld: Erinnerung und Eskapismus, Gegenwart und Geschichte. Basierend auf dokumentarischen Berichten jüdischer Menschen, thematisiert die Künstler*innengruppe BSV Antisemitismus, Ausgrenzung und den Umgang mit Erinnerung am Beispiel der Geschichte (und Gegenwart) des Höhenpark Killesberg.
Zwei Sprecher*innen und eine Musikerin begleiten das Publikum von Station zu Station und machen jüdisches Leben heute, seine Brüche und Kontinuitäten und die Geschichte des Parks erfahrbar. Es sprechen Jule Hölzgen und Mario Pitz. Musikalisch wird die Veranstaltung begleitet von Kasia Kadłubowska am Vibraphon.
Eine Veranstaltung von Aliki Schäfer (BSV) und Andreas Vogel (BSV) in Kooperation mit der Akademie für gesprochenes Wort. Die Performance wird durch die Koordinierungsstelle Erinnerungskultur des Kulturamts gefördert.
Preisinformationen
- Preis:
- ab € 8,00
